Kizomba

Der traditionelle Kizomba ist sowohl ein Tanz als auch eine Musik aus Angola, der sich in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren entwickelte. Das Wort Kizomba stammt aus der Sprache des Kimbundu und bedeutet: Fest, Spielerei, Tanz, Unterhaltung. Kimbundu ist eine der vielen Sprachen der Einheimischen in Angola, die vor allem im Raum der Hauptstadt Luanda gesprochen wird.

Kizomba  stammt aus Angola und leitete sich stark vom karibischen karnevalesken Zouk ab. Zouk ging nach Angola über, wo er sich mit traditioneller angolanischer Musik und dem Semba, aber auch der Passada sowie Coladeira und Mazurka aus Kap Verde vermischte. So wurde der Kizomba geschaffen. Durch die große Beliebtheit wird Kizomba von vielen luso- afrikanischen Künstlern gesungen.

Beim Kizomba handelt es sich um einen 4/4 Takt, der hauptsächlich weiche Rhythmen mit afrikanischen Klängen beinhaltet. Die Haltung beim traditionellen Kizomba ist meistens sehr eng, die Führung wird hauptsächlich durch die Berührung der Brust der Tanzpartner hergestellt. Der angolanische Kizomba wird fein und sinnlich getanzt. Dies ist für Anfänger meist die größte Hürde bzw. Hemmung. An die Nähe dieses engen Tanzes müssen sich die meisten erst einmal gewöhnen. Nach ein paar Tänzen stellt sich die Sicherheit aber meist schon ein.

Der kapverdische Kizomba unterscheidet sich neben der Sprache durch seinen romantischeren und beschwinglichen Charakter.

Das traditionelle Kizomba, oder auch Passada genannt hat sich in den letzten Jahren um Urban Kizomba erweitert.

Urban Kiz

Urban Kizomba hat sich in den letzten Jahren entwickelt und hat seinen Ursprung in Frankreich. Er wird ebenfalls French-Style, Urban, Modern oder Neo Kizomba genannt.  Aber auch andere Länder ziehen hier deutlich nach. Immer mehr Tanzschulen und Artisten vertiefen sich auf diesem Gebiet und bieten extra Urban Kiz Workshops an. Auf Youtube werden unzählige Videos verbreitet und ist somit nicht mehr aus der Kizomba-Welt wegzudenken.

Im Gegensatz zum traditionellen Kizomba wird Urban mehr auf der Linie getanzt und hat meist eine Distanz zum Tanzpartner. Die Tanzpartner haben eine sehr aufrechte Haltung und dabei sehr viel Körperspannung, da viel mit Armen und Beinen geführt wird. Schnelle Beinbewegungen, Breaks und …. sind typisch. Urban wird mehr auf elektronischer Musik getanzt, Ghetto Zouk, Hip Hop und Remixes von Popsongs sind weitere Musikquellen.